Synergien zwischen Kreislaufwirtschaft und dem Safe-and-Sustainable-by-Design-Ansatz

Der Safe-and-Sustainable-by-Design (SSbD)-Ansatz zielt auf die Entwicklung sicherer und nachhaltiger Chemikalien, Materialien und Produkte ab. Eine neue Studie untersucht, wie sich die SSbD-Prinzipien mit denen der Kreislaufwirtschaft, wie Materialeinsparung, Substitution, Verlängerung der Produktlebensdauer und Recycling ergänzen.

Kreislaufwirtschaft und SSbD sind miteinander verknüpfte Konzepte, die zu einer Vision beitragen, die den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird, ohne die planetaren Grenzen zu überschreiten. Dazu ist eine Verringerung des Rohstoffverbrauchs notwendig, der nur erreicht werden, wenn das Recycling von anderen Strategien begleitet wird, wie zum Beispiel dem Verzicht auf bestimmte Produkte oder der Verlängerung der Lebensdauer von Produkten. Nicht alle Kreislaufstrategien sind dabei für alle Produkte und alle Wertschöpfungsketten geeignet oder gar möglich. So ist beispielsweise die Wiederverwendung bei Verbrauchsgütern wie Körperpflegeprodukten nicht möglich. Ein verringerter Rohstoffverbrauchs kommt der Umwelt zugute, ist besser für das Klima und macht Länder weniger abhängig von Importen. Daher lautet die wichtigste Erkenntnis der Studie, dass Innovationen vorangetrieben werden müssen, die auf einen geringeren Ressourcenverbrauch sowie die Nutzung von nachwachsenden und Sekundärmaterialien und -produkten abzielen.

Dazu werden 2 wesentliche Innovationsstrategien vorgeschlagen, die beide Konzepte miteinander verknüpfen:

(1) Das SSbD-Rahmenwerk kann eine auf Kreislaufwirtschaft basierende Neugestaltung erleichtern (durch Verlangsamung oder Schließung des Kreislaufs). Dabei wird für Produkte, die sich derzeit im Wirtschaftskreislauf befinden (Bestand) sichergestellt, dass sie sicher und nachhaltig rezirkuliert werden (z. B. wenn sie gefährliche Chemikalien enthalten).

(2) Die Entwicklung neuer Produkte (und Produktketten), die die Erkenntnisse zu Sicherheit, Nachhaltigkeit und Strategien der Kreislaufwirtschaft berücksichtigen, wobei die SSbD-Prinzipien im Mittelpunkt stehen

 

Original-Publikation: 

  • Lise de Boer, Christina Apel, Natascha Spanbroek, Johannes Lijzen, Frieke Heens, Klaus Kümmerer, Lya G. Soeteman-Hernández (2026) Finding synergies between circularity and safe-and-sustainable-by-design approaches. Chem Circularity, Volume 1, Issue 2, 100010, https://doi.org/10.1016/j.checir.2026.100010.
Screenshot zum Paper Finding synergies between circularity and safe-and-sustainable-by-design approaches Lise de Boer, Christina Apel, Natascha Spanbroek, Johannes Lijzen,Frieke Heens,Klaus Kümmerer, and Lya G. Soeteman-Hernandez

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