Handlungsempfehlungen für den Umgang mit neuartigen Substanzen veröffentlicht

Ein internationales Forschungskonsortium mit Beteiligung von MANTRA-Kollegin Dana Kühnel hat neue Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Chemikalien, Mikroplastik und weiteren sogenannten „neuartigen Substanzen“ entwickelt. Die Forschenden plädieren für einen realistischen und wissenschaftlich fundierten Ansatz im Chemikalienmanagement.

Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass der häufig geforderte Zielwert einer vollständigen Vermeidung von Freisetzungen („Null“) in der Praxis kaum umsetzbar ist. Zwar können neuartige Substanzen Risiken für Umwelt und Gesundheit bergen, gleichzeitig sind viele von ihnen aus Industrie, Medizin, Landwirtschaft und Alltag nicht wegzudenken. Statt auf unrealistische Nullziele zu setzen, schlagen die Autorinnen und Autoren einen neuen Handlungsrahmen vor, der Risiken wirksam begrenzt und gleichzeitig den gesellschaftlichen Nutzen von Chemikalien berücksichtigt.

Die Empfehlungen wurden in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht.

 

Publikation:

  • Jahnke et al. (2026): Planetary Boundary for Novel Entities: Time for a Reboot. Environmental Science & Technology. DOI: 10.1021/acs.est.6c03044.
Screenshot Planetary Boundary for Novel Entities: Time for a Reboot

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