Katalyse: Eisen statt Edelmetalle

KIT entwickelt eisenbasierte Katalysatoren als Alternative zu Edelmetallen

Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben eine stabile Eisen(I)-Verbindung entwickelt, die als Ausgangsstoff für neue Katalysatoren in der chemischen Produktion dienen soll. Bisher werden dafür vor allem teure und seltene Edelmetalle wie Rhodium oder Palladium eingesetzt.

Der Clou der neuen Verbindung: Das reaktive Eisen(I) wird durch ringförmige Kohlenwasserstoffe stabilisiert und kann so direkt und kontrolliert in katalytischen Reaktionen eingesetzt werden – ohne aufwändige Zwischenschritte. Eisen ist das vierthäufigste Element der Erdkruste und damit deutlich günstiger und nachhaltiger als Edelmetalle.

„Langfristig soll unser Ansatz dazu beitragen, Edelmetalle in industriellen Anwendungen durch Eisen zu ersetzen“, erklärt Dr. Oliver Townrow vom KIT-Institut für Nanotechnologie. Die Ergebnisse wurden im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht.

 

Originalpublikation: Luise Kink, Robert Kruk, Oliver P. E. Townrow: A Simple, Air Stable Single-Ion Source of Iron(I). Journal of the American Chemical Society, 2026.

Eisen Symbol FE vor einem Persiodensystem in grün. Bildrechte: Zerbor - stock.adobe.com

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