Weniger wertvolle Metalle in Smartphones – Recycling bleibt Herausforderung

Eine aktuelle Studie der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) zeigt: Moderne Smartphones enthalten zwar zahlreiche Metalle und kritische Rohstoffe. Deren Rückgewinnung ist jedoch weiterhin technisch und wirtschaftlich anspruchsvoll.

Für die Untersuchung wurden Smartphones der aktuellen Generation (2024) mit Geräten aus dem Jahr 2012 verglichen. Während die Gehalte an Gold, Silber, Palladium und Tantal in modernen Geräten zurückgegangen sind, haben die Anteile kritischer Rohstoffe wie Seltene Erden, Gallium und Germanium leicht zugenommen. Grund dafür sind technologische Entwicklungen wie leistungsfähigere Elektronik, zusätzliche Kameras und neue Funktionen wie induktives Laden.

Trotz der Vielzahl enthaltener Metalle hat sich der Materialwert eines Smartphones deutlich reduziert. Nach aktuellen Metallpreisen beträgt dieser nur noch rund 1,25 Euro pro Gerät – etwa halb so viel wie vor zehn Jahren. Verantwortlich sind eine kompaktere Bauweise, höhere Materialeffizienz und der verstärkte Einsatz alternativer Werkstoffe.

Mit einem durchschnittlichen Gewicht von 169 Gramm bestehen Smartphones weiterhin zu rund zwei Dritteln aus Metallen. Angesichts von weltweit mehr als einer Milliarde verkauften Geräten pro Jahr gelten sie langfristig als potenzielle „urbane Mine“. Dennoch bleibt das Recycling vieler enthaltenen Rohstoffe aufgrund komplexer Materialverbünde, wirtschaftlicher Hürden und niedriger Sammelquoten bislang begrenzt.

 

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Smartphone Reparatur – in Einzelteile zerlegt. Bildquelle: Anselm - stock.adobe.com

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